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Die 7 Wirkweisen der Kunsttherapie 

Ich habe die Kunsttherapie in einer sehr schwierigen Phase meines Lebens kennengelernt. Durch einfaches Malen durfte ich Momente der Hoffnung und Stärkung erleben. Erst durch meine langjährige Erfahrung und die intensive Auseinandersetzung mit dieser Methode wurde mir bewusst, dass Kunsttherapie auf so vielen Ebenen gleichzeitig wirkt – weit über den Moment des Gestaltens hinaus. Hier sind 7 Wege, wie die Arbeit mit Bildern und Werken Sie bei Ihrer Veränderung unterstützen kann:

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Mit allen Sinnen die Welt intensiver wahrnehmen und begreifen

Wir träumen und denken in Bildern. Sobald wir die Augen öffnen, nehmen wir die Welt in Bildern wahr und (be-) greifen sie mit all unseren Sinnen. Und genau dort setzt Kunsttherapie an - am Ursprung, dem Bild-/Werk und an unseren Ur-Sinnen. Meistens stellen wir uns erstmal vor, was wir gestalten, sehen das Bild-/Werk, spüren, hören  und riechen das Material. Kunsttherapie unterstützt, über das Bild mit unserer Umwelt in Kontakt zu treten. Sie werden die Welt intensiver wahrnehmen und begreifen, als es über das reine Gespräch möglich ist. Sogar Patienten, bei denen Kommunikation über Worte nicht mehr möglich ist (bspw. durch Krankheit, geistige oder körperliche Einschränkung), stimuliert Kunsttherapie non-verbal auf basale Ebene.

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Leichterer Zugang zu den Gefühlen und Konflikten

Starke Konflikte und intensive Gefühle können den Verstand lähmen. Einigen fällt es vielleicht allgemein schwer, über Gefühle zu sprechen. Malen wir Konflikte oder Gefühle auf, entsteht ein Bild-/Werk. Ein Medium, das nun außerhalb von uns liegt. Wir können den Konflikt und die Gefühle nun mit Distanz betrachten. Es fällt leichter über ein Bild-/Werk zu sprechen, als über sich. Diese Distanz gibt außerdem die Chance den Konflikt und die Gefühle zu objektivieren, sie in einem anderen Rahmen zu sehen und Perspektiven zu wechseln. In diesem Wechsel liegt das größte Lösungspotential.

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Zugang zum Unbewussten

Mehr als 95 Prozent unsere Prozesse im Gehirn sind unbewusst und über die verbale Ebene nicht fassbar. Nur etwa 5 Prozent können auf der sogenannten Begriffsebene bewusst angesprochen werden. Diese Erkenntnis ist auch dem Neuromarketing bekannt. Des Weiteren unterliegen Konflikte und Ängst oftmals völlig unbemerkt den menschlichen Abwehrmechanismen. Sie werden in das Unbewusste verdrängt, so eine bekannte Begrifflichkeit aus der Psychoanalyse. Durch Kunsttherapie werden diese innerpsychischen und psychomotorischen Konflikte sichtbar, Konflikte die sonst verborgen geblieben wären. Durch das Bewusstmachen bzw. durch Analyse dieser dargestellten Konflikte mit Hilfe psychoanalytischen Methoden können die Konflikte aufgelöst bzw. ein Zugang zum Unbewussten eröffnet werden. Dies ermöglicht Ihnen eine bessere Erkenntnis Ihrer Bedürfnisse. In diesem einfachen Prozess des Sichtbarmachen des Unbewussten liegt das besondere Potential der Kunsttherapie gegenüber allen anderen Psychotherapieverfahren.

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Ressourcen aktivieren, Mut machen und Kraft geben

Der Ausdruck durch das Bild-/Werk ist eine der ältesten Formen, die heilsam und motivierend auf die Seele wirken. Schon durch die Höhlenmalerei oder Tonfiguren, wie bspw. die Höhlenmalerei von Lascaux oder die Venus von Willendorf, wurden erfolgreiche Jagd und Fruchtbarkeit heraufbeschworen. Diese (Vorstellungs-) Bilder weckten enorme Kraft und unglaublichen Mut. Es half schlussendlich, dass die Jäger aus sich heraus wuchsen und die riesigen Mammuts erlegen konnten. Durch entsprechende humanistisch kunsttherapeutische Arbeitsaufträge können auch Sie Ihre Ressourcen aktivieren. Indem Sie verbildlichen, was Ihnen Kraft gibt und aufzeigen, welche großartigen Fähigkeiten Sie in sich tragen. Diese Bild-/Werke wirken ähnlich magisch wie die Höhlenmalerei. Sie werden Ihre positiven Seiten erkennen, es wird Ihnen Mut machen und Sie stärken. Sie werden leichter die Herausforderungen meistern, die das Leben Ihnen stellt.

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Im Hier und Jetzt – Gestalten fördert Kreativität und Achtsamkeit

Wenn Sie gestalten, befinden Sie sich in einem Moment, bei dem Sie ganz bei sich sind. Scheinbar aus dem Nichts entsteht etwas. Sie reagieren sofort auf das, was Sie erschaffen und passen es in jedem Moment neu an, bis ein Bild-/Werk entsteht. Sie durchleben Momente des Chaos, Momente des Ordnens und Momente des Loslassens - wertvolle Erfahrungen, die Sie in Ihrem Alltag hineinnehmen werden. Nehmen Sie diese Momente bewusst wahr und lassen sich auf den Prozess ohne Wertung und bewertet werden ein, ist dies ein wichtiger Teil der Achtsamkeits-Schulung. Gleichzeitig stärken Sie im höchsten Maße Ihre Selbstwirksamkeit.

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Visualisierung wirkt wie eine reale Erfahrung

Das Gehirn kann nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden. Die gleichen Gehirnareale werden aktiviert, wenn wir uns eine Situation vorstellen, wie wir uns bspw. in einem Café mit jemanden unterhalten oder diese Situation durchleben, d. h. tatsächlich am Tisch sitzen und Kaffee trinkend dem Freund zuhören. Dies begründet auch die Wirksamkeit von Visualisierung. Vorstellungen bzw. Visualisierungen können ähnlich intensiv wie reale Erfahrungen in unsere Persönlichkeit integriert werden. Denn unsere Persönlichkeit ist nur eine Summe unserer Erfahrungen. Kunsttherapie bietet Raum, Situationen und Lösungsmöglichkeiten bildlich durchzuspielen und erfahrbar zumachen. Durch die Verbildlichung der Vorstellung wird die Erfahrung noch stärker verankert, denn Worte und Gedanken haben die Tendenz sich zu verflüchtigen, sobald sie ausgesprochen werden. Auch eine gedachte Vorstellung hat eine geringere Halbwertzeit als das fixe Bild-/Werk. Bevor wir die Vorstellung malen, ist sie als Bild in unserem Kopf. Während wir das Bild malen, sind wir mit der Vorstellung in Kontakt. Und wenn wir es später wieder anschauen, dann erleben wir die Vorstellung ein drittes mal. Kunsttherapie kann sogar im verhaltenstherapeutischen Sinne helfen, ein neues Ursachen-Wirkungsgefüge bzw. ein neues Handlungs-Muster durch Imitation und bildnerische Auseinandersetzung zu erlernen und zu fördern.

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Regulierende Wirkung auf die körperlichen Funktionen

 

Das Arbeiten mit Farbe und verschiedenen Materialien wirkt regulierend auf unsere körperlichen Funktionen.
Hier einige Beispiele aus der Anthroposophie, wie Farbe, Material und Form durch den Leib hindurch gezielt auf die Psyche wirken und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden :

 

  • Jedes Material wirkt anders: Durch flüssige Farbe bspw. werden die Gefühle angesprochen. Das Zeichnen hilft zu strukturieren und zu stabilisieren. Mit Ton wird Mut und der Handlungswille angeregt.

  • Auch jede Farbe hat ihre eigene Wirkungskraft. Farbe wirkt regulierend auf die Körpertemperatur und Blutdruck. Rote Farbe zum Beispiel erhöht den Blutdruck und Blau senkt ihn. Der Körper und Geist werden somit in Ruhe versetzt.

  • Auch die Bewegung und Form beim Gestalten bleibt nicht wirkungslos. Rhythmisches Formenzeichen oder Schraffieren greift Puls- und Stoffwechselrhythmen auf. Oder das Spiralenzeichnen hilft uns zu konzentrieren oder uns zu öffnen - je nachdem, ob die Spirale nach innen oder außen gezeichnet wurde.

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In meiner Praxis biete ich Ihnen einen geschützten, wertfreien Raum, in dem Sie die Kunsttherapie sicher und in Ihrem ganz eigenen Tempo erkunden dürfen.

Ein kunsttherapeutischer Prozess ist so individuell wie Sie selbst. Damit Sie sich dabei stets getragen fühlen, gibt ein klarer Rahmen Halt und Struktur. Für unsere Sitzungen haben sich 90 Minuten als ideal erwiesen, die wir gemeinsam in drei Phasen gestalten:

  1. Ankommen und Sammeln

  2. Gestaltungsphase

  3. Betrachtung, Reflexion und Erkenntnis

Reflektieren: Durch die schöpferische Distanz zum Werk trainieren wir Ihre Reflexionsfähigkeit. Sie betrachten Ihr eigenes Denken und Handeln aus einer neutralen Beobachterrolle.

Erkenntnis: Diese bewusste Analyse deckt verborgene Muster auf. Sie gewinnen tiefes Verständnis und die Klarheit, die notwendig ist, um aktiv neue Entscheidungen für Ihr Leben zu treffen.

Bitte bedenken Sie: Wirkliche Erfolge zeigen sich oft erst im Verlauf, denn Heilen braucht Zeit – geben Sie sich diesen Raum. Um erste Veränderungen und Fortschritte nachhaltig beobachten zu können, empfehle ich einen Zyklus von mindestens fünf Sitzungen (inklusive Anamnese). Wie Ihre Reise im Anschluss weitergeht, entscheiden Sie ganz in Ruhe nach unserem Orientierungsgespräch.

Kunsttherapeutische Schwerpunkte

  • Selbstwahrnehmung & Selbstannahme: Wir bearbeiten die zentrale Frage: „Wer bin ich?“

  • Authentischer Ausdruck: Entwicklung Ihres eigenen Ausdrucks durch die Arbeit mit Farben und Formen.

  • Innere Rollenbilder: Erkundung von Weiblichkeit und Männlichkeit in mir.

  • Identität & Entscheidung: Klärung von Fragen wie: „Woher komme ich, wohin möchte ich?“

  • Umgang mit Emotionen: Sichtbar machen von Gefühlen wie Wut, Angst, Trauer oder Freude im Bild.

  • Krisen & Veränderung: Lebenskrisen verstehen und neue Wege aktiv zulassen.

  • Die verletzte Seele: Begleitung in Trauerprozessen, bei Trennung oder seelischem Schmerz.

  • Stressbewältigung: Achtsamkeit und kreatives Management von Belastungen.

  • Krankheit verarbeiten: Der Frage nachgehen, welche Aufgabe im Leben die Krankheit stellt. Weg zur Heilung und Verstehen, dass uns oft erst durch Krankheit die Bedeutung von Gesundheit und Heilung bewusst wird.

Häufige Fragen und Bedenken: Was Sie wissen sollten.

Der Gedanke an Therapie wirft oft Fragen auf. Hier möchte ich die häufigsten Bedenken aufgreifen und Ihnen Ihre Sorge nehmen.

Ich kann aber nicht malen! Ich bin nicht kreativ.

Das ist die häufigste und wichtigste Sorge – und die unbegründetste. Kunsttherapie hat nichts mit Kunstunterricht zu tun. Es geht null um Talent, Technik oder "schöne" Bilder. Es gibt kein "Richtig" oder "Falsch".

Es ist völlig egal, ob Sie nur Strichmännchen malen oder Farben intuitiv auf dem Blatt verteilen. Es geht um Ihren Ausdruck, nicht um ein Kunstwerk für eine Galerie. Oft sind die einfachsten "Kritzeleien" die aufschlussreichsten.

Was, wenn Sie mein Bild interpretieren und falsch liegen?

Ich interpretiere Ihre Bilder nicht von außen herab. Ich "deute" nicht, ob die Farbe Rot "Wut" bedeutet. Sie sind der Experte für Ihr Bild.

Meine Rolle ist es, Ihnen durch gezielte Fragen zu helfen, selbst zu entdecken, was das Bild Ihnen sagen möchte. Es ist ein Dialog mit Ihrem Werk, den ich lediglich begleite und moderiere.

Wie soll das Malen von Bildern meine realen Probleme lösen?

Das Bild ist der Anfang, nicht das Ende. Indem Sie ein Problem "externalisieren" (nach außen bringen), schaffen Sie eine heilsame Distanz. Sie können Ihr Problem buchstäblich von außen betrachten, es verändern (im Bild übermalen, zerschneiden, neu ordnen) und erleben so Selbstwirksamkeit. Dieses im Kleinen erlebte "Probehandeln" befähigt Sie, die Lösung auch im realen Leben umzusetzen.

Sie sind sich unsicher, ob Kunsttherapie etwas für Sie ist?

Ich bin mit ganzem Herzen Kunsttherapeutin!

 

Die Basis all meiner Interventionen ist die Kunsttherapie. Die Hypnose setze ich ergänzend als hochwirksames Werkzeug ein, um dort anzusetzen, wo Ursachen tiefer im Unterbewusstsein verborgen liegen. So ebnet sie den Weg, um danach im kreativen Prozess noch gezielter an Ihrer individuellen Lösung zu arbeiten.

Kaum ein anderes Therapieverfahren hat solch eine vielfältige Wirkkraft​ wie die Kunsttherapie.

Ikon - Fokussierung

Privatpraxis Julia Schneider​

Kunsttherapie und Hypnose

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

​Grüneburgweg 71

60323 Frankfurt am Main / Westend

Tel: 069 59 77 25 15  

Mobil: 0176 800 84 405

 

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